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HVM nimmt an Diskussionsrunde zur Strukturreform des Mädchenhandballs teil

25.03.2019

An diesem Wochenende trafen sich Vertreter der Landesverbände in Oldenburg, um über die Strukturen im Mädchenhandball zu sprechen und welche Entwicklung der Mädchenhandball in Deutschland nehmen könnte.

Leider bestätigte sich dabei die Annahme, dass der Handball im weiblichen Jugendbereich und wahrscheinlich auch mittelfristig im männlichen Jugendbereich ein Problem haben könnte.

Vor allem in den Übergangszeiten von der D-Jugend zur weiblichen C-Jugend sowie beim Wechsel von B- zu A-Jugend findet ein regelrechtes „Mannschaftssterben“ statt. Zumindest im ersten „Problemfall“ konnte der Grund darin liegen, dass in dieser Zeit der Wechsel von den gemischten hin zu reinen Mädchenmannschaften vollzogen wird.

In diesen Zeiträumen verlieren viele Mannschaften Spielerinnen und diese Mannschaften werden dabei vom Spielbetrieb abgemeldet.

Innerhalb der Diskussionsrunde war die Marschrichtung eindeutig:

 

Die Spielordnung muss flexibler gestaltet werden, dass viele Möglichkeiten, zu spielen entstehen und ermöglicht werden, insbesondere in den nicht weiterführenden Spielklassen. Die Mädchen müssen, wortwörtlich, am Ball gehalten werden und die Vereine unterstützt werden.

 

Aber wie macht man dies am besten?

Die Vertreter der Verbände betrachteten in einem ersten Schritt die nähere Umgebung des DHB.

 

Beispielsweise haben sich die Niederlande im letzten Jahrzehnt, von der „grauen Maus“ des internationalen Spitzenhandballs zur Topnation entwickelt. In den Jahren 2015 und 2016 wurde die Nationalmannschaft jeweils Vizeeuropameister als auch Vizeweltmeister.

 

Auch wir, als HVM, mussten uns dabei eingestehen, dass die Strukturen im weiblichen Handball nicht ausgereift sind und dringend verbessert werden müssen.

Natürlich kann dies nicht alles an diesem Wochenende besprochen, erarbeitet und umgesetzt werden, aber es muss dringend ein Umdenken stattfinden, wofür am Wochenende die Weichen gestellt worden sind.

 

Von dem Verbinden der Jahrgänge bis zur Reform der Ligen, um die Vereine effektiver unterstützen zu können und die Belastung zu reduzieren, wurden Themen auf die Agenda gesetzt, die geeignet zu sein scheinen, den Spielbetrieb breiter aufzustellen.

Fest steht aber, dass das Thema weiterverfolgt wird und es vermehrt zu Diskussions- und Thementreffen kommen wird, um die Zukunft des Mädchen- und Frauenhandballs erfolgreich gestalten zu können.

 

Wir, der HVM, werden diesen Schritt mitgehen und helfen, wo wir können. Natürlich auch mit Euch gemeinsam. Wenn es Ideen gibt oder mögliche Lösungsansätze in Euren Köpfen sind, freuen wir uns über jede Mail und über jeden Kommentar bei Facebook und Instagram.

Lasst uns gemeinsam die Zukunft erfolgreich gestalten.

 

Foto: Auf Einladung des DHB durfte das Länderspiel gegen die Niederlande besucht werden