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Stellungnahme zum offenen Brief des Kreisjugendausschusses des Handballkreises Aachen/Düren

18.09.2019

Nachdem uns vom Jugendausschusses des Kreises Aachen/Düren (KJA  des HK A/D) ein offener Brief übersandt wurde, hat der HVM angekündigt,sich mit den Punkten auseinanderzusetzen und diese aufzuklären. Da uns der Brief in der Ferienzeit erreichte, bitten wir um Verständnis, dass die Klärung einige Zeit in Anspruch genommen hat. Hintergrund ist, dass die einzelnen Punkte viele im HVM betrafen.

Zum besseren Verständnis haben wir die ersten Antworten ebenfalls aufgelistet. Der vollständige Brief des KJA des HK A/D ist in der ersten Antwort zu finden, welche unter dem Link am Ende der Antwort zu finden ist.

 

  • Die Aussage, dass das HVM Auswahlwesen in den vergangenen beiden Jahren im weiblichen Bereich vollends an die Wand gefahren wurde, können wir nicht nachvollziehen. Beim Deutschland Cup spielten die Mannschaften trotz durchwachsener Platzierungen auf einem guten Niveau. 

Das weibliche Auswahlwesen befindet sich in einem Umbruch. Der Gewinn des Turniers in Vallendar durch den D2 Kader vor wenigen Wochen lässt für die Zukunft hoffen.

Aktuell konnten die Planungen umgesetzt werden und eine Landestrainerin weibliche Jugend angestellt sowie ein Athletiktrainer, der auf Honorarbasis für die Jugend insgesamt zuständig ist, gefunden werden.

 

  • An den Tagen der Talentiade war Daniel Köpplin (HVM Schiedsrichterwart) als Ansprechpartner und Turnierleitung als ständiger Vertreter des HVM anwesend. Weitere Vertreter, u.a. HVM-Präsident Lutz Rohmer und HVM VP Jugend Boris Lietz, waren ebenfalls über die Tage verteilt anwesend. Sämtliche Kreise waren durch anwesende Personen vertreten.

Die angesprochenen Koordinationsübungen wurden durch die Auswahltrainer geleitet. Vereinzelt baten diese, die Eltern um Unterstützung. 

Es tut uns leid, dass frühe Anreisezeiten der Mannschaften manchmal nicht zu vermeiden sind.  Es ist das Bemühen der Turnierveranwortlichen dies so verträglich wie möglich zu gestalten. 

Für die fehlerhafte Berechnung von Ergebnissen bzw. Wertungen wurde sich offiziell entschuldigt.

 

  • Der Teil in den Durchführungsbestimmungen für die Jugend wurde im zuständigen Verbandsjugendausschuss (VJA) beschlossen und war damit allen Mitgliedern des VJA bekannt. Bei der Veröffentlichung der gesamten Durchführungsbestimmungen hat sich leider ein Fehler eingeschlichen, der dazu führte, dass eine alte Passage in den Durchführungsbestimmungen auftauchte.

Als dieser Fehler entdeckt wurde, wurde ein Austausch der falschen Durchführungs-bestimmungen gegen die richtigen vorgenommen. 

Im Spielplansystem SIS war der richtige Spielmodus zu Saisonbeginn eingestellt worden.

 

  • Als die Meldungen der Mannschaften zur Qualifikation zur Teilnahme an den Jugendverbandsklassen Ende Januar erfolgt sind und die Termine der  Qualifikation bekannt waren, wurde aufgrund von Hinweisen aus den Kreisen eine Lösung für Mannschaften gefunden, die an der Westdeutschen Meisterschaft teilnehmen könnten. Ein ähnlich gelagerter Hinweis aus dem Handballkreis Aachen/Düren bezüglich der möglichen Teilnahme des KTSV Eupen an der belgischen Meisterschaft ist nicht erfolgt. Erst nach Beginn der Qualifikationsrunde bat der Handballkreis Aachen/Düren darum, den KTSV Eupen zu setzen. Ein Lösungsvorschlag, wie die angelaufene Qualifikation angepasst werden könne, wurde nicht gemacht.

 

Die Frage, ob das Nichtantreten des KTSV Eupen in dem in Rede stehenden Qualifikationsturnier der mB-Jugend ein dreimaliges Nichtantreten oder nur ein Nichtantreten in einem Spiel darstellt, war Gegenstand eines Verfahrens vor dem LSA. Der LSA hat der Auffassung des Stolberger SV nicht entsprochen. 

 

  • Den Antrag des KJA des HK A/D auf Erweiterung der geplanten Staffelstärke der mB Oberliga hat der VJA als zuständiges Entscheidungsgremium in einem Umlaufbeschluss (2 Ja-Stimmen / 6 Nein-Stimmen / 3 nicht abgegebene Stimmen) abgelehnt. Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Mitglieder des VJA ist jedem Mitglied des VJA durch zeitgleichen Emailerhalt bekannt gewesen.

 

  • Eine Erkenntnis aus der diesjährigen Qualifikation im Jugendbereich ist, dass die Spielleitenden Stellen personell verstärkt werden müssen und eine Vertretung erforderlich erscheint.  

Ebenso richtig ist, dass die Informationen teilweise sehr kurzfristig kamen. 

Als unglücklich ist die Situation zu bewerten, das ein Einspruch während der Qualifikation nicht zeitnah nach seiner Einlegung abgeschlossen werden konnte. Dadurch waren die betroffenen Vereine und Mannschaften zu lange über die Verbindlichkeit der Teilnahme an der möglicherweise erreichten Spielklasse im Unklaren. 

 

Wir möchten aber an dieser Stelle sowohl dem LSA für seine Arbeit als auch Regina Ufer für die aus unserer Sicht tadellose und sehr gute Arbeit bei der Abwicklung der Qualifikation danken.

 

  • Richtig ist, dass es Mannschaften gegeben hat, die weniger Spiele absolvieren mussten, um letztendlich in die höchste Spielklasse zu gelangen. Mannschaften, die in der abgelaufenen Saison Oberligameister geworden sind, stiegen erst spät in die Qualifikation ein. Dies war ein Kompromiss in der Frage, ob sich alle Mannschaften neu qualifizieren müssten oder Setzungen erfolgen sollten, der im VJA auf Drängen der Vertreter des Handballkreises Aachen/Düren eine Mehrheit erhalten hat. Der bis dahin geltende Modus wurde mehrfach im VJA diskutiert und aus Gründen der fehlenden Transparenz und Leistungsorientierung nach dem Willen der Mehrheit verändert.

 

  • Es wurde kein Qualifikationsturnier gestrichen, sondern lediglich eines aus Mangel eines Ausrichters an dem vorgesehenen Termin verschoben.

 

Ein weiteres Turnier wurde abgesagt, weil durch den Rückzug mehrerer Vereine aus der Qualifikation die zu vergebenden Plätze nicht mehr ausgespielt werden mussten.

 

  • Die Durchführungsbestimmungen für den Spielbetrieb der Jugend werden auch künftig im VJA beschlossen und in der Gesamtausgabe der Durchführungsbestimmungen für die nächste Saison mit veröffentlicht. Dieses Verfahren hat sich über die Jahre bewährt und wird auch weiterhin ein- bzw. umgesetzt.

 

Der HVM hofft, dass die einzelnen Punkte geklärt sind, und erkannte Probleme behoben werden. Wir freuen uns auf der einen Seite über die klar formulierte Kritik, denn kritisches Hinterfragen ebnet den Weg für Verbesserungen. Gemeinsam mit allen Mitgliedern des HVM wollen wir uns stetig weiterentwickeln. Auf der anderen Seite müssen wir die Frage stellen, wieso Beschlüsse und Informationen, die innerhalb der Gremien beschlossen wurden, nicht in alle Bereichen gelangen und warum vorhandenes Wissen keinen Einzug in den offenen Brief gefunden hat?