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Kooperation und Leistungsdiagnostik mit und an der Deutschen Sporthochschule Köln

28.09.2019

Der Handballverband Mittelrhein möchte sich professioneller und breiter aufstellen. In der Athletik ist noch Luft nach oben und so wurde der Kontakt zur Deutschen Sporthochschule gesucht, welche weltweit Erfolge verbuchen kann. Nach erstem positivem Kontakt durch den neuen Landestrainer Athletik wurden die Pläne konkreter und Ende August setzten sich Vertreter der Deutschen Sporthochschule mit Nataša Kocevska (Landestrainer weiblich) und Alexander Braun (Landestrainer Athletik) zusammen, um den gemeinsamen Weg zu gestalten und Ziele zu formulieren. 

Der erste Schritt ist der sogenannte Basischeck, den die Athleten durchlaufen. Die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen werden gemeinsam analysiert und eventuell die Untersuchungen angepasst. Wenn dies geschehen ist, werden alle Athleten zu diesen Tests eingeladen, welche im Idealfall zwei Mal jährlich stattfinden.

Der zweite Schritt sind dann Diagnostik Camps, in denen sportartspezifische Tests durchgeführt werden. Hierbei können die Trainer überlegen welche Fähigkeiten relevant für einen erfolgreichen Handballer sind. Diese werden dann in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Wissenschaftlern der Deutschen Sporthochschule besprochen und ein Plan ausgearbeitet, wie diese getestet werden können. Natürlich braucht dies alles Zeit, aber der Grundbaustein wurde gelegt und die Planungen schreiten voran.

Dass die Kooperation ganz neue Möglichkeiten eröffnet, ist sich Alexander Braun sicher: „Durch die vielen Tests, die von sportmedizinischer, sportorthopädischer Untersuchung über Kraft und Ausdauerdiagnostiken bis hin zu psychologischer Unterstützung und Ernährungsberatung gehen, sind die Sportler vollständig versorgt mit leistungsrelevanten Parametern. Wichtig ist, dass wir als Trainer die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen, um die Athleten bestmöglich zu fördern. Mit den Daten können wir nicht nur gezielter unsere Leistung optimieren, sondern auch Problemfelder frühzeitig erkennen und mögliche Verletzungen durch präventive Arbeit verhindern.“

 

Diesen Donnerstag trafen sich die ersten vier Athleten des Handballverbandes Mittelrhein, zwei des 2004er und zwei des 2005er Jahrgangs, an der Deutschen Sporthochschule für einen Basischeck, beziehungsweise eine erste Leistungsdiagnostik.

Bereits um 8 Uhr morgens ging es für die Spielerinnen mit der Anmeldung los. Anschließend ging es vormittags hauptsächlich um medizinische Untersuchungen. Von einer Blutentnahme, um verschiedene Biomarker zu messen ging es über eine sportorthopädische Untersuchung zur sportmedizinischen Untersuchung inclusive Befundgespräch bis zur Messung der Körperzusammensetzung (Körperfettanteil, Muskelmasse, …). Komplettiert wurden diese Untersuchungen von einem Echokardiogramm (EKG) in Ruhe und einem Belastungs- EKG bis zur Ausbelastung auf einem Fahrradergometer.

Nach kurzer Mittagspause standen dann individuelle Ernährungsberatung, über ein vorher geführtes Ernährungsprotokoll und ein Termin beim psychologischen Institut an. Danach kam eine gewinnbringende Kraftdiagnostik, welche mit einem Isokineten durchgeführt wurde. Hierbei wurden die Muskelgruppen des Knie- und Schultergelenks konzentrisch wie exzentrisch getestet. Zu guter Letzt kam die Ausdauerdiagnostik auf einem Laufband mit Spiroergometrie und Laktatanalyse, bei der die Kaderathletinnen alle noch verfügbaren Kräfte mobilisierten.

Die Biomechanik der Sprungdiagnostik fiel aus, da die Bob und Skeleton Nationalmannschaften getestet wurden. Um trotzdem die benötigten Daten zu bekommen wird voraussichtlich ein Sprungkraft Diagnostik Camp organisiert, bei dem die für die Sportart Handball relevanten Sprünge getestet werden.

Gegen 17 Uhr meldeten sich die Spielerinnen erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit der gezeigten Leistung ab. Die Professionalität der Tests, sowie die rundum gute Betreuung und reibungslose Durchführung, beeindruckte die Spielerinnen. Wir möchten als Handballverband Mittelrhein unseren Dank für diesen gelungenen Tag aussprechen und freuen uns auf die weitere Kooperation.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Kooperation und Leistungsdiagnostik mit und an der Deutschen Sporthochschule Köln