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Kalle Breuer als Vizepräsident Jugend verabschiedet – Boris Lietz einstimmig zum Nachfolger gewählt

27.05.2017

Am Mittwochabend tagte der ordentliche Jugendverbandstag des Handballverbandes Mittelrhein in Brühl.

 

Im Mittelpunkt des diesjährigen Jugendverbandstages stand die Neuwahl des Vizepräsidenten Jugend im Handballverband Mittelrhein auf der Tagesordnung. Nach 15 Jahren im Amt hat sich Karl-Werner Breuer, den alle im HVM und viele im DHB nur als Kalle kennen, aus famliären Gründen entschieden, nicht mehr für das Amt des Vizepräsidenten Jugend zu kandidieren. Dies hatte Kalle Breuer schon vor geraumer Zeit angekündigt.

 

Unter seiner Leitung der Verbandsjugendarbeit wurden u.a. die Talentiade   -ein Wettbewerb für die besten D-Jugendlichen im Verbandsgebiet-   eingeführt, die nun schon zum 13. Male durchgeführt wurde und sich großem Zuspruch und großer Akzeptanz erfreut. Nach der Neuordnung der Oberligenstruktur im DHB wirkte er maßgeblich an der Zusammenführung der beiden Jungenoberligen der Verbände HV Niederrhein und HV Mittelrhein im Bereich der männlichen B-Jugend zur heutigen Regionalliga Nordrhein mit. Dies war ein wesentlicher Grundstein zum Aufbau der fünf gemeinsamen Oberligen der beiden genannten Verbände, die heute im „Handball Nordrhein e.V.“ gebündelt sind. Auch im Auswahlwesen bewirkte er zusammen mit dem Lehrwart Hans Juchem und dem Trainerteam eine Weiterentwicklung der Jugendarbeit, die erfolgreiche Früchte getragen hat. In seiner Zeit wurden in den Auswahlmannschaften des HVM u.a. Simon Ernst, Andreas Wolf, Vanessa Fehr oder Ramona Ruthenbeck entwickelt, die heute in den Bundesligen und der Nationalmannschaft spielen.

„Kalles große Liebe und sein Engagement galten der Jugendarbeit im HVM. Seine Kraft und Leidenschaft für den Handballsport setzte er für die Entwicklung des Jugendleistungssportes und die Stärkung des Amateur- und Breitensportes durch die Entwicklung von attraktiven Angeboten für Mädchen und Jungen ein. Kalle Breuer hat in den vergangenen 15 Jahren viel für unseren Sport getan und erreicht.“, so Lutz Rohmer, der Präsident des HVM über das Wirken des scheidenden Vizepräsidenten Jugend. Der Jugendverbandstag würdigte die Tätigkeit und das Engagement von Kalle Breuer mit großem und lang anhaltendem Beifall.

Auf Vorschlag des Präsidiums wählte der Jugendverbandstag Boris Lietz, den bisherigen Beauftragten für den Schulsport, einstimmig zum Nachfolger von Kalle Breuer.

 

Neben der Entgegennahme der Berichte des scheidenden Vizepräsident Jugend und der Mitarbeiter(innen) der Verbandsjugend brachten die Delegierten zwei Dringlichkeitsanträge auf den Weg. Zum Einen soll nach dem Willen des Jugendverbandstages das Höchstalter für Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher im HVM zum Zeitpunkt ihrer Wahl der Altersgrenze im DHB angepasst und auf 27 Jahre angehoben werden. Dazu bittet der Jugendverbandstag den ordentlichen Verbandstag die Satzung zu ändern. Zum Anderen streben die Delegierten eine Änderung der Spielordnung des DHB für den weiblichen Jugendbereich an. Hier soll die Altersklasse weibliche A-Jugend zugunsten eines zusätzlichen Jahres in der weiblichen B-Jugend entfallen. Mit diesem Antrag will der Jugendverbandstag der Wirklichkeit, in der viele junge Frauen aus der Altersklasse A-Jugend durch das Doppelspielrecht bereits in Seniorenmannschaften spielen, als auch der demografischen Entwicklung Rechnung tragen. Dieses Modell ist z.B. in den skandinavischen Ländern eingeführt und hat sich dort bewährt. Letztendlich muss der Bundestag im Oktober dieses Jahres über die angestrebte Änderung der Spielordnung entscheiden.